Unsere Kontaktadresse
Phugmoche-Nepal e.V.
Anneliese Dietrich
Schweinedeich 21
25761 Büsum
Deutschland
Die beste Zeit, zu helfen ist heute.
Wir finanzieren Phugmoche durch Spenden. Ein Kind im Internat kostet zur Zeit etwa 3500 Rupien im Monat, das sind knapp 35 Euro. Davon schicken wir es in die Schule, wir verpflegen und kleiden es, und wir geben ihm Unterkunft. Es hat sich gezeigt, daß keine unserer Bauernfamilien in der Lage ist, eines ihrer Kinder im Internat zu unterhalten. Wir freuen uns über jede Spende!
Die Schule benötigt insgesamt etwa 35.000 bis 40.000 Euro jährlich. Die Mittel sammeln wir durch Patenschaften (20 bis 35 Euro im Monat – je nach Wunsch des Paten), doch können nur zusätzliche Spenden das Budget füllen und den Bestand der Schule sichern: denn Unterhaltungskosten (z. B. neue Dächer, neu zu streichende Fenster und Türen, zu ersetzende Möbel, Bettwäsche, Hygieneartikel), bauliche Erweiterungen, Modernisierung (Duschen, hygienische Toiletten, Klärgruben – Reparatur und Optimierung der Wasserkraftanlage), Schulmaterial u. a. kommen zu den laufenden Kosten hinzu.
Um 7 Uhr, eine Stunde, nachdem mit der Glocke der neue Tag eingeläutet wurde, dampft in der Küche heißer, belebender Tee. Die Mädchen und Jungen der Schule beeilen sich, denn die Zeit bis zum Frühstück um 9 Uhr verstreicht schnell. Die erwachsenen Schüler, voran der 25-jährige Dawa, aber auch jüngere und sehr junge Kinder betreten die schummerige Gonpa, um mit Rezitationen und ritueller Musik die Dämonen der Nacht zu vertreiben. Andere Kinder sitzen konzentriert über ihren Hausaufgaben. Das Lachen und Schwatzen ihrer Freunde, die in der Morgenkälte ihre Wäsche waschen, stört sie nicht.
Um 10 Uhr sind auch die Tagesschüler den steilen Hang zum Kloster heraufgestiegen. Sie versammeln sich mit den Internatsschülern im größten Klassenzimmer, um von Lama Ngawang Jinpa oder Ang Gyalbu, dem Religionslehrer, den Segen zu empfangen. Nach dem Schulappell und dem Morgengebet beginnt der Unterricht in den verschiedenen Fächern auf unterschiedlichem Niveau.
Bei einem Besuch in Phugmoche spüren Sie die Atmosphäre freundlicher Zuwendung und Hilfsbereitschaft unter den Schülern. Die Lehrer strahlen Güte aus. Die Kinder werden Tag und Nacht versorgt, in der Eingewöhnungsphase auch umhegt, wobei die älteren in die Rolle des großen Bruders oder der großen Schwester schlüpfen und sich fürsorglich um die Kleinen kümmern. Die Altersspanne unserer Schützlinge liegt zwischen fünf und 25 Jahren. Gerade für die jungen Menschen, die das gängige Schulalter überschritten haben, ist diese Schule die letzte Chance, die Voraussetzungen zu erwerben, die sie in der heutigen Welt lebens- und überlebensfähig machen.
Die Idee zu diesem Schulprojekt, das in Nepal bislang einzigartig ist, kam von Lama Ngawang Jinpa. Es hat in der Bevölkerung ein großes Echo gefunden. Der Lama wollte etwas tun, um die buddhistische Sherpa-Tradition zu erhalten. Inzwischen ist die Schule jedoch viel mehr als eine religiöse Einrichtung: dank der Flexibilität und der persönlichen Entwicklungsfähigkeit des Lamas ist Phugmoche zu einem lebendigen Organismus geworden, der wächst und sich wandelt. Der Lama hat verstanden, daß ein Unterricht im Dharma, in der Religion allein, heute nicht mehr ausreicht. Deshalb werden darüber hinaus alle Fächer des nepalischen Curriculums angeboten. Das geschieht auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Der Lama nimmt auch Mädchen auf, die als Mütter die neue Generation erziehen und die bei der Weitergabe von Werten eine zentrale Rolle innehaben. Unter den acht Unterrichtenden sind inzwischen auch zwei junge Frauen. Drei der Lehrer sind Hindus aus der Volksgruppe der Chhetri. Franziska und Analena, zwei deutsche Studentinnen, und Peggy aus Kanada haben englische Konversation unterrichtet und frischen Wind nach Phugmoche gebracht. Inzwischen sind Ihnen andere Praktikanten gefolgt.
Ein großer Teil der Schüler stammt aus sehr armen Elternhäusern, in denen die Sorge um das tägliche Brot vorherrscht. Diesen jungen Menschen möchten wir zu Bildung verhelfen. Doch dazu brauchen wir auch Ihre Unterstützung. Für 20 Euro im Monat, zum Beispiel, können Sie eine Patenschaft übernehmen.